Software für die Druckproduktion, Inselleben und der Nachzieheffekt

Markt: Alle Märkte Datum: August 13, 2021
Workflow
Fotograf: Julian Timmerman Quelle: Unsplash

Vielleicht liegt es nur an mir, aber es wird langweilig, Artikel zum Thema Automatisierung zu lesen. Ich meine, irgendwann ist‘s auch mal gut. Wir haben es alle verstanden. Automatisieren, automatisieren, automatisieren. Es gibt ja aber auch noch: Integrieren, integrieren, integrieren. Wenn ich den Begriff „lückenlos“ noch einmal sehe, verfasse ich einen empörten Artikel, auch wenn er nicht veröffentlicht wird. Wenn Sie noch nicht eingeknickt sind, aufgegeben haben und Ihre Druckerei zum Verkauf anbieten, dann müssen Sie diese bittere Pille schlucken.

Software = Prozess = Geschäft

Software ist Prozess ist Business im Jahr 2021. Es führt kein Weg daran vorbei. Aber, und ich meine ein sehr großes „aber“, lassen Sie uns bitte aufhören, die Automatisierungstrommel zu rühren und uns stattdessen mit der Workflow-Software befassen. Vergessen Sie den Automatisierungshokuspokus und überlegen Sie sich, wie Sie einen Prozess schaffen können, der wirtschaftlich sinnvoll ist. Ob es nun eine neue Software, ein schnelleres Gerät oder ein vierarmiger Roboter ist: lassen Sie uns herausfinden, was unseren Druckbetrieb schlanker künftig macht.

Druck = Herstellung

Immer wieder ist von der Abschaffung der manuellen Eingriffe die Rede. Beim Drucken handelt es sich um einen Fertigungsprozess, der manuelle Eingriffe erfordert, auch wenn eine Maschine diese Eingriffe vornimmt. Die Anzahl der Unterbrechungen, die ein Job benötigt, um auf etwas zu warten, muss verringert werden. Eine praktische Methode, sich von den Bereitstellungszonen zu lösen, gibt es nicht. Manche Geräte, Teams oder Prozesse brauchen länger als andere. In der Produktion wird es zu einem Nachzieheffekt kommen.

Wir sollten nach Möglichkeiten suchen, den Nachzieheffekt in unserem Workflow zu beseitigen. Schauen wir uns die verschiedenen Bereiche in unseren Unternehmen an und überlegen wir, wie wir sie aufschlüsseln können. Nicht alle Bereiche sind permanent verfügbar. Manche sind so hartnäckig wie Möbel. Die Strategie der Bereitstellung ist effektiv und nicht per se ein Problem. Wenn sich die Jobs vor einem Prozess stapeln, der nicht Schritt halten kann, ist das keine Bereitstellungszone. Es handelt sich um den zerstörerischen Nachzieheffekt.

Druckproduktion = Inselleben

Vom Kundenservice über die Druckvorstufe, das Proofing, die RIPs/DFEs und die Weiterverarbeitung bis hin zum Versand erstreckt sich eine Inselkette von technologischen Subsystemen. Jede Insel ist durch einen Steg mit der nächsten verbunden. Ein Angestellter muss Jobtickets und Akten mit sich führen und dann einige Daten manuell bearbeiten. Das funktioniert, wo ist also das Problem? Das ist nicht effizient und kein schlanker Prozess. Eine moderne Verbindung sollte die Inseln miteinander verknüpfen. Dateien und Daten sollten über diese Verbindungen transportiert werden, ohne dass ein Mensch eingreifen muss.

Nachdem wir unsere Technologie-Inseln mit Hochgeschwindigkeitsdaten aneinandergereiht haben, bleibt nur noch die Jobverwaltung übrig. Die einzigen Überbleibsel des Nachzieheffekts sind auf die Arbeitsbelastung zurückzuführen, die einen Prozess überfordert. Mit der Planung lässt sich dieses Problem ein wenig, aber nicht vollständig lösen. Das Personal kann umgeschichtet werden. Jobs können logisch geplant werden, um die Ausfallzeiten für die Einrichtung der Geräte zu reduzieren. Was sich nicht ändern lässt, ist der Gerätedurchsatz. Maschinen können nur mit einer bestimmten Geschwindigkeit arbeiten.

Wo also kommt die Software zur Hilfe?

Auf jeder der Technologie-Inseln gibt es Software, die nur herumlungert. Schließlich lebt man auf einer Insel. Da wir die inselübergreifenden Datenkabel bereits verlegt haben, müssen wir nur noch diese unbedarften Softwareteile miteinander verbinden. Aber wie? Sie haben es erraten. Mit mehr Software. Es besteht keine logische Notwendigkeit, eine unserer Inselinvestitionen zu ersetzen. Schauen wir uns eine unvoreingenommene, den Workflow vereinheitlichende Lösung an. Ich würde vorschlagen, Google zu bemühen und nach „Entwicklungsplattform für Druck-Workflows“ zu suchen. Scrollen Sie nach unten, vorbei an der aufdringlichen Werbung, und klicken Sie auf den Enfocus-Link. Oder einfach hier klicken.